
Schutzpflichten und Garantenstellung
Schützen oder laufen lassen? Schutzpflichten und Garantenstellung in der rechtlichen Betreuung
Freie Plätze
Beschreibung
Darf eine betreute Person eine notwendige medizinische Behandlung ablehnen? Muss ein Betreuer eingreifen, wenn sich jemand selbst gefährdet? Und wann kann aus einem bloßen Nichtstun eine rechtliche Verantwortung entstehen? Rechtliche Betreuer bewegen sich täglich in einem Spannungsfeld zwischen dem Respekt vor der Selbstbestimmung betreuter Menschen und ihrer Verantwortung, Gefahren nicht unbeachtet zu lassen. Die Reform des Betreuungsrechts hat den Wunsch und Willen der betreuten Person in den Mittelpunkt gestellt. Gleichzeitig bestehen weiterhin Schutzpflichten, deren Missachtung erhebliche rechtliche Folgen haben kann. Das Seminar beleuchtet die Garantenstellung rechtlicher Betreuer und zeigt auf, wann eine Pflicht zum Handeln besteht, wo die Grenzen der Verantwortung liegen und welche Haftungs- oder Strafbarkeitsrisiken in der Praxis entstehen können. Anhand typischer Fallkonstellationen werden die rechtlichen Grundlagen verständlich erläutert und praxisnah eingeordnet. Die Teilnehmenden erhalten Orientierung für schwierige Entscheidungssituationen und lernen, Risiken rechtlich sicher einzuschätzen, angemessen zu handeln und ihre Entscheidungen nachvollziehbar zu dokumentieren. Inhalte Schutzpflichten im reformierten Betreuungsrecht Bedeutung und Reichweite der Garantenstellung Selbstbestimmung versus Schutzverantwortung Handlungspflichten bei Selbstgefährdung und Gesundheitsrisiken Haftungs- und Strafbarkeitsrisiken für Betreuer Grenzen betreuerischer Verantwortung Rechtssichere Dokumentation von Risiko- und Gefährdungslagen Praxisfälle und aktuelle Rechtsprechung Ein Seminar für alle, die wissen möchten, wann rechtliche Betreuung Unterstützung bedeutet – und wann aus Verantwortung eine Pflicht zum Handeln wird.


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Imkenrade 15G, 23898 Sandesneben, Germany