
Wenn die betreute Person alles ablehnt
Arbeiten mit Widerstand, Verweigerung und fehlender Mitwirkung im Betreuungsalltag
Freie Plätze
Beschreibung
„Ich brauche keine Hilfe.“ „Lassen Sie mich in Ruhe.“ „Ich mache das selbst.“ Viele rechtliche Betreuer kennen solche Situationen. Obwohl erhebliche Probleme bestehen, werden Hilfsangebote abgelehnt, Anträge nicht gestellt, Termine nicht wahrgenommen oder notwendige Maßnahmen verweigert. Nicht selten geraten Betreute dadurch in finanzielle, gesundheitliche oder soziale Krisen. Doch welche Handlungsmöglichkeiten bestehen, wenn eine betreute Person jede Unterstützung zurückweist? Wann muss der geäußerte Wille respektiert werden? Wo liegen die Grenzen der Selbstbestimmung? Und welche Bedeutung haben Wunsch, Wille und Wohl nach der Reform des Betreuungsrechts? Das Seminar beleuchtet die schwierige Balance zwischen Selbstbestimmung und Schutzverantwortung. Es vermittelt rechtliche Grundlagen, praktische Kommunikationsstrategien und Handlungsmöglichkeiten für typische Situationen aus dem Betreuungsalltag. Anhand praxisnaher Fallbeispiele werden Wege aufgezeigt, wie auch bei Widerstand tragfähige Arbeitsbeziehungen aufgebaut und Unterstützungsangebote vermittelt werden können, ohne die Selbstbestimmung der betreuten Person aus dem Blick zu verlieren. Themen im Überblick ✅ Wunsch, Wille und Wohl – rechtliche Grundlagen ✅ Ablehnung von Hilfen und Unterstützungsangeboten ✅ Fehlende Mitwirkung bei Sozialleistungen und Behördenangelegenheiten ✅ Verweigerung medizinischer Behandlungen ✅ Umgang mit Selbstgefährdung und riskantem Verhalten ✅ Kommunikationsstrategien bei Widerstand ✅ Motivierende Gesprächsführung in der Betreuungspraxis ✅ Dokumentation schwieriger Entscheidungen ✅ Fallbeispiele aus der rechtlichen Betreuung Zielgruppe Berufsbetreuerinnen und Berufsbetreuer Vereinsbetreuerinnen und Vereinsbetreuer Behördenbetreuer Mitarbeitende von Betreuungsbehörden Verfahrenspfleger Ziel des Seminars Die Teilnehmenden lernen, Widerstand und Ablehnung besser einzuordnen, rechtliche Grenzen sicher zu erkennen und auch in schwierigen Betreuungssituationen professionell, respektvoll und rechtssicher zu handeln.


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